
Das Stresstoleranzfenster ist wie eine Art “Stress-Sweet-Spot” für dich. Es ist der Bereich, in dem du am besten mit Stress umgehen kannst, ohne dich überfordert oder unterfordert zu fühlen. Wenn du in diesem Bereich bist, fühlst du dich bereit, Herausforderungen anzunehmen und kannst gut funktionieren.
Aber wenn die Stressbelastung zu hoch wird, verlässt du dieses Fenster und fühlst dich gestresst, ängstlich oder überwältigt. Du könntest dich so fühlen, als ob alles zu viel ist und Du nicht mehr klarkommst.
Auf der anderen Seite, wenn die Belastungen zu niedrig sind, könntest du dich gelangweilt oder unterfordert fühlen. Es könnte schwierig sein, motiviert zu bleiben oder dich zu engagieren.
Wie funktioniert mein Stresstoleranzfester?
Es ist wichtig, Dein Stresstoleranzfenster zu kennen, damit Du erkennen kannst, wann Du Dich in einem gesunden Bereich befindest und wann Du möglicherweise zusätzliche Unterstützung benötigst, um wieder dorthin zu gelangen.
Um Dein Fenster kennen zu lernen, können wir gemeinsam schauen, wo Deine Grenzen sind und an welchen Stellen Du sie überschreitest. Wie ist Dein Weg wieder zurück in Deinen regulierten Bereich?
Denke daran, dass es normal ist, dass sich dieses Fenster je nach Situation ändern kann, und es ist wichtig, auf Dich selbst aufzupassen und deine Bedürfnisse zu beachten.
Zustände innerhalb und außerhalb des Stresstoleranzfesters:
Das sogenannte Stresstoleranzfenster wurde besonders von Dr. Peter Levine und Dr. Stephen Porges weiterentwickelt. Hier sind die grundlegenden Elemente des Stresstoleranzfensters:

Das sogenannte Stresstoleranzfenster beschreibt den Bereich, in dem wir uns innerlich stabil, präsent und verbunden fühlen.
Wenn wir diesen Bereich verlassen, reagiert unser Nervensystem:
In Richtung Übererregung – mit Anspannung, Angst oder innerer Unruhe.
Oder in Richtung Untererregung – mit Rückzug, Erschöpfung oder Leere.
Menschen mit traumatischen Erfahrungen haben oft ein engeres Fenster. Das bedeutet, dass ihr Nervensystem schneller in diese Zustände gerät.
In der traumasensiblen Begleitung geht es darum, dieses Fenster behutsam zu erweitern – damit mehr Ruhe, Stabilität und Verbindung möglich werden.
Insgesamt ist das Konzept des Stresstoleranzfensters hilfreich, um zu verstehen, wie Menschen auf Stress reagieren und wie eine angemessene Balance zwischen Aktivierung und Entspannung aufrechterhalten werden kann, um die psychische Gesundheit zu fördern.

